Entwicklung des Referenzzinssatzes seit 2008
Seit seiner Einführung im September 2008 ist der hypothekarische Referenzzinssatz langfristig gesunken – von 3,50 % auf das historische Tief von 1,25 %. Wer die Entwicklung kennt, versteht, warum so viele Mietverhältnisse heute Senkungspotenzial haben. Hier findest du die Tabelle der jüngsten Änderungen und die wichtigsten Eckdaten.
Die wichtigsten Eckdaten
- 10. September 2008: Einführung des einheitlichen Referenzzinssatzes bei 3,50 %.
- 2017: Erstmals Absinken auf 1,50 % im langfristigen Abwärtstrend.
- März 2020: Historisches Tief von 1,25 % erreicht – jahrelang stabil.
- 2023: Erste Erhöhungen wieder auf 1,50 % und 1,75 % (Juni bzw. Dezember 2023).
- 2025: Wende nach unten – im März auf 1,50 %, im September auf 1,25 %.
- Aktuell: 1,25 % (gültig seit 2. September 2025, bestätigt unverändert per 2. Juni 2026).
Tabelle: Referenzzinssatz 2018–2026
Die folgende Übersicht zeigt die quartalsweisen Publikationen mit dem jeweils gültigen Referenzzinssatz (gerundeter Wert nach Art. 12a VMWG):
| Gültig ab | Referenzzinssatz |
|---|---|
| 2. September 2025 | 1,25 % |
| 3. Juni 2025 | 1,50 % |
| 4. März 2025 | 1,50 % |
| 3. Dezember 2024 | 1,75 % |
| 3. Juni 2024 | 1,75 % |
| 2. Dezember 2023 | 1,75 % |
| 2. September 2023 | 1,50 % |
| 2. März 2023 | 1,25 % |
| 2. März 2020 – Dez. 2022 | 1,25 % |
| Bis Dezember 2019 | 1,50 % |
Warum die Erhöhung 2023 wichtig ist
Wer seinen Mietvertrag während der Hochphase 2023/2024 (1,75 %) abgeschlossen oder angepasst hat, sitzt heute oft auf einem zu hohen Mietzins – und hat mit dem aktuellen Satz von 1,25 % einen Senkungsanspruch von rund zwei Schritten.
Warum sinkt und steigt der Referenzzinssatz?
Der Referenzzinssatz folgt dem hypothekarischen Durchschnittszinssatz aller Banken, den die Nationalbank quartalsweise erhebt. Dieser wiederum hängt vom allgemeinen Zinsniveau ab – insbesondere von der Geldpolitik der SNB. In Tiefzinsphasen sinkt der Durchschnitt langsam (weil alte, teure Hypotheken auslaufen), bei steigenden Zinsen kehrt sich der Trend um. Die Trägheit erklärt, warum der Referenzzinssatz dem Leitzins immer mit Verzögerung folgt.
Wie geht es weiter? (Ausblick)
Prognosen sind keine Garantie. Massgebend ist immer der nächste offizielle BWO-Entscheid. Bewegt sich der durchschnittliche Hypothekarzins weiter nach unten, ist ein weiterer Schritt auf 1,00 % möglich; bleibt er stabil, hält sich auch der Referenzzinssatz. Wichtig für dich: Auch ohne weitere Senkung lohnt sich die Prüfung, ob dein Mietzins noch auf einem alten, höheren Satz basiert.
Immer den aktuellen Stand prüfen
Diese Tabelle bildet den Stand bei der letzten Aktualisierung ab. Den jeweils gültigen Wert publiziert das BWO quartalsweise. Mietzinssenker.ch überwacht ihn automatisch für dich.
Wie hoch war der Referenzzinssatz bei der Einführung 2008?
Bei der Einführung am 10. September 2008 betrug der hypothekarische Referenzzinssatz 3,50 %.
Wann war der Referenzzinssatz am tiefsten?
Das historische Tief von 1,25 % wurde erstmals im März 2020 erreicht und galt mehrere Jahre. Nach einem Zwischenhoch von 1,75 % (2023/2024) liegt er seit September 2025 wieder bei 1,25 %.
Warum folgt der Referenzzinssatz dem Leitzins verzögert?
Weil er den Durchschnitt aller bestehenden Hypotheken abbildet. Alte Hypotheken mit anderen Zinsen wirken lange nach, daher reagiert der Durchschnitt nur träge auf Marktveränderungen.
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Basiert deine Miete noch auf 1,75 %?
Dann hast du mit 1,25 % ein Senkungspotenzial von rund zwei Schritten. Mietzinssenker.ch prüft es automatisch.
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